Schluss mit Silos: Warum Fundraising und Kommunikation 2026 untrennbar zusammengehören

Viele Organisationen arbeiten auch heute noch in getrennten Strukturen: Hier die Kommunikation, dort das Fundraising. Zwei Teams, zwei Logiken, zwei Verantwortlichkeiten. Diese Trennung ist historisch gewachsen und hat lange gut funktioniert. Doch die Art, wie Menschen heute Informationen wahrnehmen, Entscheidungen treffen und sich engagieren, hat sich verändert. Und mit ihr verändert sich die Rolle von Kommunikation und auch die Rolle des Fundraisings.

Spätestens 2026 wird deutlich: Fundraising und Kommunikation sind keine getrennten Disziplinen mehr. Sie sind zwei Ausprägungen derselben Erzählung.
Denn wer Menschen für Engagement gewinnen will, braucht Sichtbarkeit, Relevanz und Resonanz. Und wer kommuniziert, um Wirkung zu zeigen, braucht Beteiligung, Unterstützung und Ressourcen. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.

Fundraising und Kommunikation erfüllen dieselbe narrative Aufgabe

Fundraising bittet nicht einfach um Geld – es lädt Menschen ein, Teil einer Lösung zu werden. Kommunikation wiederum zeigt Sinn, Wirkung und Richtung. Beide Aufgaben folgen derselben Logik: eine kohärente Geschichte erzählen, die nachvollziehbar macht, warum ein Beitrag zählt.

In der Praxis bedeutet das:

  • Die Geschichten, die Kommunikation erzählt, müssen in Fundraising übergehen können.

  • Die Anlässe, die Fundraising setzt, müssen kommunikativ eingebettet sein.

  • Die Wirkung, die erreicht wird, muss in beiden Bereichen sichtbar bleiben.

Es geht nicht um „mehr Kampagnen“, sondern um eine integrierte Wirkungserzählung, die Menschen abholt, mitnimmt und beteiligt.

Spender:innen sehen diese Trennung ohnehin nicht

Die klassische interne Trennung ist eine Organisationslogik, aber keine Nutzerlogik. Für Spender:innen gibt es keinen Unterschied zwischen einem Post, einem Newsletter, einem Jahresbericht oder einem Spendenaufruf. Alles ist Ausdruck derselben Organisation und derselben Haltung.

Menschen entscheiden intuitiv, ob sie einer Organisation vertrauen, ob die Botschaft stimmig ist und ob sie sich angesprochen fühlen. Ob die Information aus der Kommunikationsabteilung oder dem Fundraising kommt, spielt keine Rolle.

Deshalb wird Inkonsistenz zum Risiko: Wenn Kommunikation Werte vermittelt, die im Fundraising nicht wiederzuerkennen sind – oder umgekehrt – verlieren Botschaften an Klarheit und Glaubwürdigkeit.

Warum Content und Conversion zusammengehören

Guter Content inspiriert, bewegt und öffnet Türen. Gute Fundraising-Kommunikation baut auf genau diesem Content auf: den Geschichten, Erkenntnissen und Perspektiven, die eine Organisation teilt. Ohne Relevanz gibt es keine Resonanz.

Umgekehrt gilt aber auch: Content ohne die Möglichkeit zur Beteiligung bleibt einseitig. Er informiert, aber er aktiviert nicht.

2026 wird deshalb das Jahr, in dem „Content“ und „Conversion“ keine getrennten Denklogiken mehr sind, sondern zwei Teile derselben Nutzerreise. Erst die Verbindung aus Bedeutung und Beteiligung schafft Wirkung.

Der Trend 2026: integrierte Wirkungsnarrative

Zunehmend arbeiten Organisationen nicht mehr in Kommunikations- oder Fundraising-Kampagnen, sondern in Wirkungsnarrativen, also übergreifenden Erzählbögen, die Projekte, Aktionen und Ziele miteinander verbinden.

Diese Erzählungen

  • zeigen, warum eine Organisation wichtig ist,

  • machen erfahrbar, wie Wirkung entsteht,

  • erklären, welche Rolle Menschen dabei spielen können.

In diesem Rahmen ergibt sich Fundraising als logische Einladung – nicht als separater Appell. Kommunikation zeigt den Rahmen, Fundraising ermöglicht die Handlung. Das Ergebnis: ein ganzheitliches Bild, das Vertrauen stärkt und Orientierung bietet.

Zwei Funktionen - ein Ziel

Fundraising und Kommunikation behalten ihre eigenen Funktionen, greifen in der Praxis aber immer stärker ineinander. Entscheidend wird, dass beide Bereiche an denselben Botschaften und Zielgruppen arbeiten. Erst im Zusammenspiel können sie ihr Potenzial vollständig ausschöpfen und Organisationen dabei unterstützen, verständlicher, anschlussfähiger und wirkungsorientierter zu agieren.

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